Gartenwege - Sabines Gartentagebuch

Samstag, 3. Mai 2003

Betonplatten

Saubere Gehwege im Garten sind praktisch und deshalb müssen Betonplatten her. Nach einigem Überlegen und einem ersten erfolglosen Besuch im Baumarkt haben wir uns dann für die schlichten grauen - und preiswerten - Betonplatten entschieden. Zum einen sollte ein Weg neben dem Gartenhaus zum Komposter hin entstehen, zum anderen sollten die Platten am Carport verhindern, dass man allzu viel Schotterstaub auf die Terrasse trägt.

Freitag, 9. Mai 2003

Billiger geht’s nicht

Auch so kommt man äußerst günstig an Pflanzen: Heute Abend - ich wollte gerade das Essen in den Backofen schieben - rief ein Arbeitskollege von Jörg an. “Kommt mal schnell hierher zum Gartencenter, da liegen jede Menge Pflanzen im Abfallcontainer.” Also haben wir uns schnell in Klamotten und ins Auto geschwungen und sind rübergefahren. Von hier aus hätten wir auch laufen können, das Gartencenter liegt in Sichtweite, aber wenn etwas zu transportieren ansteht, nimmt man eben das Auto. Per Zufall hatte die Ex-Frau vom Kollegen entdeckt, dass in dem Abfallcontainer hinter dem Gartencenter noch eine Menge brauchbar aussehender Pflanzen lagen. Und auch für uns war noch etwas dabei. Wir nahmen neun Koniferen (Zypressen?) mit und noch einige kleinere Pflanzen: ein Blaukissen, zweimal gelber Teppichphlox, zwei kleine Lorbeerpflanzen und eine Überraschungspflanze (ein Stängel, ein paar Mini-Blätter - mal sehen, was daraus wird). Prima Aktion, nun können wir unseren Vorgarten dekorieren.

Samstag, 10. Mai 2003

Löcher

Heute mussten wir natürlich Löcher für die Pflanzen graben. Wir - na ja, nicht ganz korrekt, denn Jörg hat gegraben und ich habe assistiert, Bäumchen gehalten und Wasser angegossen. Nun sitzt eine Reihe dieser Bäumchen in unserem Vorgarten an der Grenze zu Straße. Und jetzt heißt es noch Daumen drücken, dass sie alle schön anwachsen.

Sonntag, 11. Mai 2003

Noch eine Umpflanzung

Den Ranunkelstrauch hatten wir im letzten Jahr im Vorgarten direkt vor die Hauswand gesetzt. Irgendwann aber soll am Haus entlang noch eine Betonkante kommen, damit es dort sauber bleibt und man die Isolierung vom Keller nicht mehr sieht. Daher haben wir uns entschlossen, nun auch den Ranunkel umzupflanzen. Nach einiger Überlegung fand er vor dem Gartenhaus seinen neuen Platz und bildet nun den Abschluss von unserem Holzweg.

Freitag, 16. Mai 2003

Wildwuchs

Ich muss zum Vergleich gelegentlich wieder die Fotos vom letzten Jahr anschauen, um zu sehen, wie schön doch alles gewachsen ist. Die Lupine habe ich erst im September gepflanzt, aber sie war die erste, die aus dem Boden kam.

Die Rasenschmiele ist mindestens doppelt so groß wie im letzten Jahr, vor allem an Höhe hat das Gras gewaltig zugelegt.

Mittwoch, 21. Mai 2003

Terrassen-Holzwand, Teil 1

Bisher war die Terrasse zum Carport hin offen. Nun ist es bei uns sehr häufig windig, und meistens weht der Wind aus Richtung Westen, also vom Feld her durch das Carport über die Terrasse. So hatten wir kein windstilles Eckchen und wenn man gemütlich draußen sitzen möchte, kann das schon etwas lästig sein. Die einfachste Methode, das Carport zu verkleiden, sind fertige Sichtschutzzäune. Leider liegen die qualitativ besseren bei mindestens 65-70 Euro pro Stück. Geschickte Handwerker bauen sich also diese Verkleidung selbst.

Donnerstag, 22. Mai 2003

Terrassen-Holzwand, Teil 2

Nachdem die Profilholzbretter schnell angeschraubt waren, kamen heute noch die Feinarbeiten dran: eine Leiste in der Mitte über die Fuge und ein Rahmen um die Steckdosen.

Garten-Nachrichten

Nach dem kalten Winter habe ich nun doch vier Verluste im Garten zu beklagen: zwei Pampasgräser, die nicht austreiben wollen und beide Buschmalven. Die Pampasgräser hatte ich mit Laub und Zweigen geschützt und erst im März zurück geschnitten. Aber so wie es aussieht, sind sie erfroren. Bei den Buschmalven hatte ich nichts gemacht, aber sie brauchen wohl auch einen leichten Winterschutz. Die eine ist außerdem noch bei der Garagenabdichtungsaktion unseres Nachbarn ausgegraben und wieder eingepflanzt worden. Da werde ich leider die Überreste ausgraben und im Komposter beerdigen müssen …
Ich begab mich nun also auf die Suche nach einem neuen Pampasgras. Leider gedacht als getan, denn in keinem der Gartencentern, die ich bisher aufgesucht habe, konnte ich etwas finden. Diverse Gräser gab es schon, aber alle nur niedrig. Immerhin habe ich gestern bei OBI einen hohen blauen Rittersporn gekauft, das richtige Gras gab es aber dort auch nicht. Okay, dann also doch noch mal einen kurzen Abstecher zu Stanze, das Gartencenter neben Real und direkt vor unserem Wohngebiet. Auch dort gab es weder Pampas- noch irgendein anderes hohes Gras. Doch nur auf den ersten Blick … denn beim ungefähr dritten Durchforsten der Gräsertöpfe entdeckte ich einen einzelnen verlassenen Topf eines 150 cm hoch wachsenden Grases. “Calamagrostis irgendwas” - aha, keine Ahnung, was das sein sollte, aber egal, das gefiel mir. Zu Hause machte ich mich auf die Suche im Internet. Die Recherche ergab, dass es sich bei diesem “Calamagrostis acutiflora Overdam” um ein robustes, winterhartes (!) Reitgras handelt, auch Gartensandrohr genannt. Gut, robust und winterhart, das war doch ein genialer Kauf.

Bei der Grassuche habe ich endlich auch ein Exemplar unserer Vorgartenkoniferen entdeckt. Wir hatten ja am 9. Mai neun zypressenartige Dinger aus dem Abfallcontainer des Gartencenters gerettet. Meine Suche im Gartencenter am Tag darauf war erfolglos, drinnen gab es so etwas nicht zu kaufen. Tja, und gestern entdeckte ich doch einen Verwandten. Es handelt sich um Leyland-Zypressen (Cupressocyparis leylandii), eine Kreuzung aus der echten Kalifornia- oder Monterey-Zypresse (Cupressus macrocarpa) und der Nutka-Scheinzypresse (Chamaecyparis nootkatensis), auch als Alaska-Zypresse bekannt. Diese Hybriden sollen sehr robust sein und auch sehr schnell wachsen. Übrigens kostete eine Zypresse in dieser Größe bei Hornbach 17,90 Euro. Somit haben wir 160 Euro gespart - allerdings nur theoretisch, denn dieses Geld hätten wir mit Sicherheit nicht für Pflanzen ausgegeben.

Freitag, 23. Mai 2003

Schon wieder

Ich gestehe, ich habe heute schon wieder eine Pflanze gekauft. Nun ist aber Schluss! Doch ich brauchte noch einen Ersatz für die erfrorene Buschmalve vor der Garage. Es ist eine Weigelie “Bristol Ruby” geworden, ein absolut winterharter Strauch. Dann steht über den Winter wenigstens ein Gewächs vor der weißen Garagenwand und es sieht nicht ganz so kahl aus. Alle meine Stauden sind wunderschön, aber im Winter ist halt im Beet gar nichts mehr zu sehen.

Ab in die Kübel

Nun ist wirklich auch der letzte Frost vorüber und alle Kübel- und Topfpflanzen dürfen an die frische Luft. So auch die Kapuzinerkresse und die Tomaten, die bisher auf den Fensterbänken warten mussten.

Terrassen-Holzwand, Teil 3

Festnageln der Bretter auf der rechten Seite, und dann folgte das Streichen.
Die Hälfte ist schon geschafft:

Nun ist der erste Anstrich fertig:

Montag, 26. Mai 2003

Terrassen-Holzwand, Teil 4

Nachdem die Bretter auf der Terrassenseite angebracht waren, folgte noch die Vorderseite. Es bleibt ein Durchgang ins Carport offen; dort können wir später eventuell noch eine Tür anbringen.