Gartenwege - Sabines Gartentagebuch

Montag, 14. März 2005

Daneben gegriffen

Was ich gestern per Zufall entdeckte, ist mir ja beinahe peinlich. Im Februar hatte ich vier Angebots-Rosen bei Aldi gekauft: zwei weiße Beetrosen und zwei rosa Kletterrosen. Das dachte ich jedenfalls bis gestern. Die Kartons waren nämlich umgefallen und als ich sie wieder aufstellte, las ich plötzlich “Bodendeckerrosen” bei den rosafarbenen. Wie bitte? Das kann doch gar nicht sein. Doch auch mehrmaliges Lesen brachte nicht die Aufschrift “Kletterrosen” zum Vorschein. Wenn nicht ein böser Geist meine Kartons heimlich ausgetauscht haben sollte, muss ich bei Aldi voll daneben gegriffen haben. Ich hatte zuerst die richtigen in der Hand, aber auf der Suche nach kräftig gewachsenen Pflanzen habe ich wohl nur noch auf die Farbe geachtet. Nun gut, dann kommen die bodendeckenden eben ins Beet zur David-Austin-Rose und dem Rittersporn. Und statt einer neuen Kletterrose werde ich wohl in den nächsten Tagen Clematis bei Westphal bestellen.

Donnerstag, 17. März 2005

Anfänge im Vorfrühling

Der Brunnen fließt, die Terrasse ist schon gestrichen - all das hat Jörg in seinen ersten beiden Urlaubstagen erledigt. Gestern hätte ich Lust auf Gartenarbeit gehabt, aber wir hatten anderes vor. Das “andere” führte uns auch in einen Baumarkt, der zufälligerweise gerade Rosen im Angebot hatte. Ich habe auf die Bratwurst am Imbissstand dort verzichtet und mir stattdessen zwei Edelrosen gekauft, 1,49 Euro das Stück.

Die Gartenarbeit startete also heute. Zwar war es nicht ganz so mild und vor allem so sonnig wie gestern, aber trotzdem habe ich mich in den Garten gewagt. Die Ellwoodiis (mit vollem Namen Chamaecyparis lawsoniana Ellwoodii - Blaue Kegelzypresse) sind in einzelnen Kübeln gelandet und stehen nun links und rechts von der Haustür.

Die Sommerflieder, die Weigelie und die Clematis habe ich zurückgeschnitten. Mit den Pflanzplänen bin ich noch nicht so richtig weitergekommen. Ich hatte vorgehabt, über den Winter einen schönen Plan mit dem Garten Genie 3D zu erstellen, aber schon die Erstellung eines möglichst realitätsgetreuen Grundrisses und der Zeichnung von Terrasse und Gartenhütte war gar nicht so einfach. Bis zu den Beeten bin ich noch längst nicht gelangt. Ich werde also intuitiv entscheiden und hoffen, dass sich der Garten schön entwickelt. In den drei Jahren, die er existiert, hat er sich jedenfalls schon ganz gut gemacht.

Samstag, 19. März 2005

Umpflanzaktion

Gestern startete ich die Umpflanzaktion. Das Beet vor dem Carport zu Nachbars Garten hin gefiel mir nicht so recht. Also habe ich aus- und wieder eingebuddelt: Das Gartensandrohr sitzt nun weiter rechts im Beet; an seine Stelle habe ich die im letzten Herbst erworbene Prachtspiere gepflanzt, daneben den auch damals gekauften weißen Sommerflieder; der hübsche Blauschwingel ist gewichen, denn mittlerweile ist er vom Lavendelbusch beinahe erdrückt worden; stattdessen habe ich die beiden neuen Edelrosen an diese Stelle gepflanzt.

Für den Blauschwingel hatte ich schon einen Platz vorgesehen, allerdings war die Frage, ob diese Verpflanzung klappen würde. Am Ende der Terrasse, wo der Holzweg beginnt, befand sich neben dem Rankelement mit der Clematis noch eine unbepflanzte Stelle. Der Boden dort bestand nicht nur aus Erde, sondern auch noch aus Schotter vom Terrassenuntergrund. Ich wusste nicht, wie tief dieser Schotter reichte und ob es mir gelingen würde, ein ausreichend tiefes Loch zu graben. Den ersten Grabeversuch machte ich mit dem Spaten, doch damit war kein Durchkommen. Also setzte ich mich “gemütlich” hin und fing an, Schicht für Schicht mit meinem kleinen Gartenschäufelchen abzutragen. Zum Glück fiel mir dann ein, dass sich die Steine viel besser mit dem Grubber lockern ließen. Zwei Eimer voller Erde mit vielen Steinen entfernet ich, und dann traf ich in ungefähr 40 Zentimetern Tiefe tatsächlich auf reine Erde. Ich hatte ein perfektes Pflanzloch für das Gras geschaffen:

Danach brach ich die Gartenarbeit ab, weil Nieselregen einsetzte. Sobald das Wetter besser ist, geht es weiter.

Mittwoch, 23. März 2005

Vorgarten

Unser Vorgarten bestand bisher nur aus einer Reihe Leyland-Zypressen am Straßenrand und Rasen. Im letzten Herbst kam noch ein Pampasgras dazu. Ich hatte bisher noch nicht die richtige Gestaltungsidee und habe sie immer noch nicht. Etwas eingeschränkt bin ich auch, weil am Haus entlang noch ein Fußweg gepflastert werden soll Also will ich in der Nähe noch nichts einpflanzen, was dann möglicherweise durch die Plasterarbeiten beschädigt werden könnte.
Nun hatte ich aber doch einige Pflanzen, die im Hauptgarten wegen meiner Um- und Neupflanzaktionen keinen Platz mehr hatten. Daher habe ich mich heute Nachmittag mit dem Spaten in den Vorgarten begeben und gegraben.

Ein schwieriges Unterfangen, denn der Rasen musste weg. Ich habe die Rasenstücke einfach untergegraben und hoffe, dass er nun nicht weiterwächst.

An den Ecken dieses ungefähr dreieckigen Beetes sitzen zwei Skimmien, die wir wie die Zypressen vor zwei Jahren aus dem Abfallcontainer des Gartencenters gerettet haben, dazwischen ein Mini-Ableger der weißen Margeriten und eine Funkie, hinten die hohen, gelben Staudensonnenblumen.

In die Mitte habe ich den winzigen Fliederstängel gepflanzt. Der kann dort natürlich nicht bleiben, wenn er groß wird, aber das kann noch eine Weile dauern. Und bis dahin schaue ich mir den Vorgarten an und hoffe auf die richtigen Inspirationen.

Rosenbogen

Einen Rosenbogen wollte ich auf jeden Fall im Garten haben. Im letzten Jahr entdeckten wir einen schönen Bogen aus Holz, als wir die Sichtschutzelemente kauften. Allerdings hatte ich vergessen, wie viel er kosten sollte, den Katalog hatten wir auch nicht mehr. Also sind wir gestern Mittag zu diesem Holzfachhandel gefahren. Das Ergebnis war leider enttäuschend: Die Auswahl bei Rosenbögen sei im Moment leider sehr gering, einige Lieferanten gäbe es nicht mehr, die Lieferzeit betrüge eine Woche und der Bogen aus dem neuen Katalog, der auf jeden Fall geliefert werden konnte, koste 210 Euro.
Wir nahmen die Kataloge mit und klapperten dann drei Baumärkte ab - mit Erfolg. Am Nachmittag lag dann dieser stabile und längst nicht so teure Rosenbogen in Einzelteilen unterm Carport:

Nach dem Zusammenbau mussten die Einschlaghülsen in den Boden. Zum Glück ist der Boden zurzeit noch sehr feucht und weich und daher ging das recht flott.

Etwas schwieriger wurde das Aufstellen des Bogens, denn die Hülsen waren auf der einen Seite nicht ganz gerade und mussten erst einmal in die richtige Lange “gezwungen” werden.

Danach folgte noch das Ausrichten, Bohren der Löcher durch das Holz und Festschrauben. Dann stand das dekorative Gartenelement.
Das Bepflanzen habe ich heute erledigt. Auf der linken Seite sitzt eine Clematis “Capitaine Thuilleaux”, cremeweiß mit himbeerfarbenen Streifen.

Die Kletterrose auf der anderen Seite hatte ich im letzten Jahr schon gepflanzt, sie musste nun nur etwas näher an den Rosenbogen rücken.

Pflanzenkauf

Am Montagnachmittag machte ich einen kleinen Spaziergang zum Glende Pflanzenparadies an der B3 zwischen Hemmingen und Arnum. Kaufen wollte ich eigentlich nichts, mich nur ein wenig umschauen. Neben Bäumen, Sträucher, Rosen und Clematis bewunderte ich die sehr schönen und stabilen Rankobelisken in verschiedenen Größen und Formen. Dann schlenderte ich durch die langen Reihen der Staudenpflanzen. Schließlich hatte ich gerade so viel, wie ich mit zwei Händen tragen konnte: eine rote Stockrose, ein orangefarbener Türkenmohn, eine blaue Kugeldistel und eine weiße Zitronen-Katzenminze.

Die weißen Beetrosen hatte ich vor einiger Zeit bei Aldi gekauft. Der Stängel links ist der Anfang eines Flieders, den ich schon im Herbst in einem Supermarkt gekauft hatte. Im Karton links befindet sich ein Bauernjasmin oder Pfeifenstrauch, den ich gestern noch in einem Baumarkt-Gartencenter entdeckt habe.

Mittwoch, 30. März 2005

Neue Kräuter

Nicht alle Pflänzchen in meinem Kräuterbeet haben den Winter überlebt. Rosmarin und Thymian verhalten sich nicht wie südländische Kräuter, sondern scheinen äußerst kälteresistent zu sein. Auch der Sauerampfer wächst schon wieder gewaltig. Etwas vorsichtiger, aber nun doch deutlich zu sehen sind Schnittlauch, krause Petersilie und Kerbel. Und jetzt kommen auch die wildwuchernden Kräuter wie Estragon, Zitronenmelisse und Oregano zum Vorschein. Den Estragon und die Melisse hatte ich im letzten Jahr ausgebuddelt und in Töpfen wieder in die Erde gesetzt, damit sie keine Ausläufer quer durchs ganze Beet ziehen können. Nun scheint mir, dass auch der Oregano solch ein Wuchergewächs ist, das sich mächtig ausbreitet.
Die glattblättrige Petersilie ist schon im letzten Jahr kaum noch zu sehen gewesen, und nun ist sie wohl ganz hinüber. Auch der Rest vom Salbei in der Erde sieht sehr trocken aus. Also war ich kurz im Gartencenter und habe eine neue Salbeipflanze gekauft. Ansonsten haben sie im Moment nur die Kräuter, die bei mir schon wachsen. Doch dann entdeckte ich Bärlauchpflanzen. Davon habe ich auch noch eine mitgenommen. Später kommt dann noch Basilikum ins Beet. Ach ja, Liebstöckel hatte ich im letzten Jahr auch gepflanzt, doch davon sehe ich nichts mehr. Leider weiß ich auch nicht mehr so genau, an welcher Stelle er saß …