Gartenwege - Sabines Gartentagebuch

Sonntag, 3. Juli 2005

Blühendes und der Graben

Die Kletterrose Apollo, über die man keinerlei Informationen findet, blüht so wunderschön, dass es egal ist, dass sie keinen “richtigen” Namen hat.

Die Felsenbirne hat in diesem Jahr richtig viele Beeren, die auch lecker schmecken. Ich hatte zuerst überlegt, die Beeren zu ernten, aber ich habe mich dann entschieden, sie den Vögeln als Leckerbissen zu überlassen. Ansonsten kann man sie frisch vom Baum essen, Konfitüre daraus kochen oder einen Likör davon machen.

Dies ist der Marmeladenbusch mit Blüten. Ich bin gespannt, wie groß er noch werden wird.

Gestern habe ich nach längerer Pause mal wieder ein wenig im Garten gewerkelt. Diverse Wildkräuter wollten entfernt werden, die Kübelpflanzen mussten gedüngt werden und an einigen Stellen habe ich abgeschnitten, was zu wild gewuchert war. Mittlerweile ist der Garten so weit gediehen, dass ich keine neuen Pflanzen mehr kaufen muss - oder besser gesagt kaufen darf. Vielmehr werde ich im Herbst und im Frühjahr daran gehen müssen, einige weit um sich greifende Pflanzen wie die Gelenkblumen und die Astern kräftig zurückzustutzen.
Obwohl es nachmittags sehr warm war, haben die Männer im Vorgarten einen Graben ausgehoben und dabei reichlich geschwitzt. Am Haus entlang soll nämlich noch ein Weg gepflastert werden, und die Erde musste Platz für den notwendigen Untergrund machen.

Donnerstag, 7. Juli 2005

Zu heiß

Am Montag war vermutlich der heißeste Tag in diesem Jahr bisher. Das haben mir jedenfalls meine Kübelpflanzen angezeigt, als ich nachmittags nach Hause kam. Bisher waren sie zwar an den warmen Tagen auch trocken geworden und sahen nicht mehr ganz so frisch aus, aber dieses Mal bin ich erschrocken. Als ich das Auto im Carport abstellte, sah ich am Ausgang zum Garten etwas liegen: Sämtliche Tomatenpflanzen hingen wie abgebrochen aus den Kübeln. Die Hitze und außerdem der gewitterankündigende Wind am Nachmittag hatten sie wohl so zugerichtet. Natürlich war ich auch selbst ein wenig schuld, denn bisher hatte ich sie noch nicht an Stäben festgebunden. Aber sie waren ja auch so stabil gewesen … bis zum Montag eben. Ursprünglich wollte ich sofort aus dem Auto in die Dusche springen, weil ich so verschwitzt war. Aber nun hatten die Pflanzen Vorrang. Stäbe für die Tomaten, viel Wasser, und natürlich auch Wasser für die Engelstrompete, die auch schon ganz schlaff nach unten hin. Man sollte an solch heißen Sommertagen wohl eher zweimal täglich gießen. Aber morgens ist das immer so schwierig, da fehlt mir immer jede Menge Zeit.
Die hitzegeschädigten Pflanzen haben sich gut erholt, und bei den Tomaten ist auch nur an einer Pflanze ein halber Stängel abgebrochen.
In den letzten Tagen musste ich mich nicht mehr mit ähnlichen Schwierigkeiten herumschlagen, denn es wurde kühl und seit heute Nachmittag regnet es wenig, aber stetig.

Mittwoch, 20. Juli 2005

Lavendelernte

Gestern habe ich den riesigen Lavendelbusch etwas gestutzt und gestützt. Einige Zweige habe ich zu Sträußchen gebunden, sie hängen jetzt an der Gardinenstange.

Die übrigen überhängenden Zweige werden nun von einem Staudenhalter gestützt, so dass sie nicht mehr die Bodendeckerrosen davor erdrücken. Dadurch entdeckte ich, dass eines der Löwenmäulchen vom letzten Jahr dort im Dunkeln heimlich, still und leise gewachsen ist. Es ist nur ein winziges Pflänzchen, aber immerhin hat es zwei Blüten.

Die David-Austin-Rose “Radio Times” hat wunderschöne Blüten und außerdem duftet sie ganz intensiv:

Hier noch ein Blick in den Vorgarten, der nach wie vor nur provisorisch bepflanzt ist. Immerhin war es eine gute Idee, den Großteil der Staudensonnenblumen dorthin zu pflanzen. Sie sind ausgezeichnet gewachsen und fangen bald an zu blühen.