Gartenwege - Sabines Gartentagebuch

Samstag, 13. August 2005

Schlechtwetterpause

Seit Mitte Juli ist das Wetter gar nicht mehr sommerlich. Von wenigen einigermaßen warmen und zwei extrem heißen Tagen abgesehen, erreichten die Temperaturen schon lange nicht mehr die 20-Grad-Marke und es regnet immer wieder. Deshalb habe ich so gut wie nichts im Garten gemacht, hin und wieder mal etwas Verblühtes abgeschnitten und an einem trockenen Tag ein Beet von Unkräutern und eingewachsenem Gras befreit.
Trotz des schlechten Wetters zeigen sich mehr und mehr Blüten. Selbst die doch so sonnen- und wärmebedürftige Bougainvillea ist über und über voll mit gefärbten Hochblättern. Wegen des häufigen Regens steht sie mit dem Fuß fast ständig im Wasser, aber das scheint sie nicht zu stören.

Auch die Glockenrebe zeigt endlich einen Blütenansatz. Anfangs ist es recht schwierig, die noch grünen Dinger zu entdecken. Sieht das nicht aus wie Audrey, die Fleisch fressende Pflanze aus dem “Kleinen Horrorladen”?

Irgendwo im Beet war eine Pflanze wild aufgegangen, die ich zunächst einmal an eine freie Stelle umpflanzte, um sie dann zu beobachten. Ich habe keine Ahnung, um was es sich handeln könnte. Im Internet bin ich vor einiger Zeit auf die Seite Baumkunde gestoßen. Dort kann man anhand verschiedener Kriterien Bäume und Sträucher identifizieren. Auf Grund der Blattanordnung und Blattform komme ich auf einen Wildapfel. Ich bin gespannt, ob ich irgendwann dahinter komme, ob das stimmt oder um was es sich tatsächlich handelt.

Am letzten Samstag haben waren wir im Baumarkt und Gartencenter und haben das Zubehör für dieses Rankgitter gekauft. Davor wird ein nicht allzu kräftig wachsendes Efeu gepflanzt. Eine Wuchshöhe von ungefähr zwei Metern sollte hier ausreichen, ich muss da keine Pflanze hinsetzen, die acht bis zehn Meter erreicht.

Die Engelstrompete ist mittlerweile 1,5 Meter hoch gewachsen und hat jede Menge Blüten angesetzt. Dies ist die erste, die intensiv duftet. Sechzehn weitere Blüten habe ich bisher gezählt, aber die brauchen noch eine Weile, um zu wachsen.

Und hier noch ein Foto von der lila Glockenrebenblüte:

Sonntag, 14. August 2005

Rankgitter

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende das Rankgitter vor dem Schleppdach bepflanzen. Aber am Freitag war ich erst später als geplant zu Hause, gestern hatte ich keine Lust und heute haben wir wieder einmal Dauerregen. Also müssen die Pflanzen noch ein paar Tage warten.
Es gibt ja eine große Auswahl von Rankpflanzen, aber die meisten verlieren im Winter ihr Laub. Es sollte doch schon etwas Immergrünes sein. Und da wiederum gibt es nicht so viele Pflanzen. Ein Wilder Wein wäre auch sehr schön, doch der wächst viel zu kräftig und wäre etwas übertrieben für dieses kleine Rankgestell. Also sind wir doch bei Efeu gelandet. Zum Glück gibt es verschiedene Sorten und ich habe eines gefunden, das nicht wie das “Standard”-Efeu aussieht. Es heißt mit vollem Namen Hedera colchica “Sulphur Heart”. Dieses Efeu namens “Schwefelherz” hat relativ große Blätter, die innen hellgrün bis gelblich gefärbt sind. Als Wuchshöhe sind zwei Meter angegeben, wobei ich im Internet auch las, dass es bis zu zehn Metern hoch wird. Na ja, abschneiden kann man es ja immer, falls es zu stark wachsen sollte.
Im Moment stehen die Pflanzen noch vor der Gartenhütte:

Kranke Rosen

Ich bin noch nicht so lange Gartenbesitzerin und kenne mich daher mit den diversen Pflanzenkrankheiten nicht so gut aus. Auch waren meine Pflanzen bisher immer recht gesund, die größten Plagen waren lediglich Blattläuse und die vielen Raupen in diesem Frühjahr.
Jetzt aber bekamen alle meine Rosen schwarze Flecken auf den Blättern. Also warf ich gestern einen Blick ins Gartenbuch und musste feststellen, dass es sich um Sternrußtau handelt. Der tritt bei feuchtem Wetter auf und wenn die Rosen nicht genug belüftet sind. Kein Wunder also bei dem vielen Regen in der letzten Zeit! Ich habe deshalb gestern Nachmittag weitgehend alle befallenen Blätter und Triebe abgeschnitten und mache sonst erst einmal nichts. Die Neuaustriebe sehen auch alle sehr gesund aus. Chemie kommt bei mir nicht in den Garten, auch die Blattläuse bekämpfe ich nur mit Seifenlauge und hoffe auf die Ansiedlung von Marienkäfern.
Ab Dienstag soll das Wetter besser werden, und wenn die Sonne mehr und mehr durchkommt, werden sich die Rosen sicher wieder erholen.

Samstag, 27. August 2005

Samstag im Garten

Nach langer Zeit trafen heute endlich einmal das passende Wetter, die Zeit und die Lust zur Gartenarbeit aufeinander. Ich habe endlich das Efeu an das Rankgitter gepflanzt, hier und da Verblühtes abgeschnitten - da kam doch eine Menge zusammen - und an den Vorgartenbeeten die Rasenkanten ein wenig bearbeitet. Außerdem habe ich das Tomatenelend beseitigt. Durch den anhaltenden Regen waren die Tomaten viel zu nass geworden. Ich wusste zwar, dass Tomaten keine Nässe von oben mögen, aber dass der Regen solch fatale Auswirkungen haben könnte, war mir nicht klar. So waren dann alle schönen Tomaten braun und ich musste sie komplett wegwerfen. Ich habe angesichts dieses Desasters gesagt, im nächsten Jahr würde ich keine Tomaten mehr pflanzen. Aber Jörg möchte unbedingt wieder Tomaten haben. Ich bin noch unentschlossen, mal sehen, wie ich mich im nächsten Jahr entscheiden werde.