Merkwürdige Früchte, späte Blüte und Malerisches
Seit ein paar Tagen ist das Wetter richtig herbstlich, es ist grau und trüb, Regen und Nieselregen wechseln sich ab, begleitet von mehr oder weniger heftigem Wind. Den Garten habe ich trotzdem noch nicht winterfest gemacht. Lediglich die Kübelpflanzen habe ich an die Hauswand gestellt, damit sie dort etwas geschützter stehen und vor allem nicht ständig durch die Windböen umgeworfen werden. Die übrigen Pflanzen sind noch grün oder haben ihr Herbstlaub. Einige Rosen blühen noch, die hohen Astern selbstverständlich auch und sogar die Löwenmäulchen. Ende dieser Woche soll es sogar wieder bis zu 20 Grad warm werden, so lange warte ich auf jeden Fall noch ab. Ich denke, am Wochenende kommen dann die meisten Kübelpflanzen in den Keller. Draußen bleiben muss der Marmeladenbusch, diesen Riesenkübel kann man sowieso kaum von der Stelle bewegen. Ich werde ihm ein Frostschutzmäntelchen verpassen und dann sollte er den Winter überstehen.
Die drei Stockrosen, die ich im Frühjahr gepflanzt hatte, haben mich leider nicht so richtig glücklich gemacht. Die eine saß viel zu dunkel zwischen Sommerflieder und Weigelie, da hatte ich mich beim Wachstum dieser beiden Sträucher doch etwas verschätzt. Die zweite produzierte nur einen dünnen Stängel mit ein paar Blüten. Die dritte ist erst ganz spät gewachsen und meinte, sie könne auch im Oktober noch blühen. Womit sie Recht hatte:
Und ich stellte fest, dass es mit den Stockrosenfarben wohl auch ein Glücksspiel ist. Gekauft hatte ich eine dunkelrote, fast schwarze, eine rote und eine rosafarbene. Gesehen habe ich zweimal rot, wobei diese etwas dunkler ist als die andere rote.
Die Glockenrebe hat zusammen mit ihrem lila Herbstlaub ganz viele Blüten bekommen. Einige Blütenansätze sind allerdings leer, ansonsten sind die Blüten zunächst grün und färben sich dann lila.

Ganz selten kommt es vor, dass an einer Cobaea scandens Früchte wachsen, nämlich kleine, nicht essbare kürbisähnliche Dinger. Ich habe es irgendwie geschafft, diese Seltenheit zu produzieren:

Insgesamt sind bisher zwei dieser Früchte zu sehen.
Die Felsenbirne hat wieder ihr wunderschönes, rot leuchtendes Herbstlaub und macht sich zusammen mit dem hohen Gras sehr gut.

Ich sollte keinen Urlaub haben und dann noch ohne Auto sein. Denn nur deshalb machte ich einen Spaziergang zum nahegelegenen Gartencenter. Nur mal gucken, sonst nichts. Es gibt dort auch eine Dekoabteilung mit so genannten Wohnaccessoires (auch Staubfänger genannt), von denen ich auch nichts kaufen wollte, aber ich schaue es mir doch immer gerne an. Was ich nicht wusste, war, dass es auf alle Rosen 30 % Rabatt gab. Also schlich ich mindestens fünfmal um die Rosenpflanzen herum und überlegte, ob und welche ich kaufen sollte. Kletterrosen gab es sogar für 5 Euro, aber wohin sollten sie klettern? Vielleicht doch eine englische Rose? Oder eine französische Malerrose? Ein Hochstamm? Aber nein, die waren mir dann doch trotz Rabatt zu teuer. Dann eher gar keine Rose? Ich vertagte die Entscheidung und machte einen Gang durch die Dekoabteilung mit den wirklich sehr schönen Weihnachtsdekorationen. Ich bin aber nicht so der Wohnungsdekotyp, also dachte ich mir, wenn ich auch da kein Geld ausgebe, sollte es doch eine Rose sein. Wieder schaute ich mir alle Pflanzen noch einmal an und entschied mich dann für die Malerrose “Claude Monet” von Delbard:

Ist sie nicht traumhaft schön?
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